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Neue CD von Dodo Hug
Dodo Hug ist ein Phänomen: Seit drei Jahrzehnten gehört sie zu den originellsten Erscheinungen der Szene: nie stromlinienförmig, nie mainstreaming, stets lustvoll fabulierend, virtuos zwischen einem halben Dutzend Sprachen hin und her hüpfend. Auch auf ihrem neuen Album«Kreis» – die beste Dodo, die es je gab.
Coopzeitung / 9. Januar 2009
Dodo Hug und der runde Liederreigen
Nächsten Monat auf CD, jetzt bereits live in Luzern: dodo hug & band präsentieren «Kreis». Eine runde Seite.
Luzern, so erklärt die Bernerin aus Zürich im Gespräch vor dem gestrigen Auftritt im Kleintheater, ist für sie ein Ort, den sie im Lauf ihrer mittlerweile 35 Karrierejahre immer wieder gern besucht. Und das Kleintheater im Speziellen: «Ich schätze es, wenn die Leute nicht allzu weit weg sind.» Überhaupt die (kleine) Bühne. Die braucht Dodo Hug natürlich, denn sie will «für die Leute spielen», auch wegen des Austasches, nicht nur des verbalen. Im Konzert würden direkt auch Gefühle spürbar. Und: «Ich mache es immer noch gern. Es ist unser Ding.»
Das neue Programm ist stilistisch grenzüberschreitend. Auf den Programmtitel «Kreis» gekommen ist Dodo Hug während eines Irlandaufenthalts, wo sie das keltische Kreissymbol entdeckte. «Wenn du älter wirst, kommst du auf den Kreis», sagt sie. «Er steht für eine Chance, Sachen wieder neu, von vorne anzuschauen.»
Chanson, Folks, Weltmusik
Im Konzert wird das Programm-Thema eingekreist und umrundet, verbunden mit der Hoffnung, dass «das Publikum nicht ins Rotieren gerät», wie sie gestern auf der Kleintheater-Bühne scherzte. Der abwechslungsreiche und vielseitige Liederreigen zwischen Chansons, Folk und Weltmusik erwies sich so als runde Sache.
Dodo Hug schätzt es im Übrigen nicht so sehr, dass immer alles in Schwarz und Weiss getrennt werde – «es gibt tonnenweise Zwischentöne». Vermittelt wird das «Kreis»-Motiv wie gewohnt auch mit viel Witz. Sie habe es lieber komisch, und wenn es etwas am Zeitgeist zu kritteln gebe, so tue sie es grundsätzlich nicht mit erhobenem Zeigefinger. Was sie sich noch wünschen würde: Etwas mehr auch im Ausland spielen gehen. («Ich bin ja EU-kompatibel.») Unbescheiden kann sie von sich behaupten: «Ich bin halt ein Sprachtalent.» Wieder sind mehrere Sprachen im Spiel, manchmal gleich in einem einzigen Song. Selbst Geschriebenes findet sich im Repertoire ebenso wie Fremdkompositionen und Coverversionen. Vielfalt auf vielen Ebenen. Auch auf der personellen: Mit Dodo Hug spielen Gitarrist Efisio Contini (Italien), der Kolumbianer Augusto Salazar (Bass) und Geert Dedapper (Akkordeon, Klavier) aus Belgien. Apropos Ausland: «Wenn ich noch mal alles anders machen könnte, würde ich früher auswandern, irgendwohin, wo die Kultur einen anderen, selbstverständlicheren Stellenwert hat.» In der heimischen Kleinkunstszene findet sie allerdings nach wie vor keine geringe Wertschätzung, wie der gestrige Publikumsaufmarsch auch in Luzern belegte.
Urs Hangartner / Neue Luzerner Zeitung (Stadt) / 9. Oktober 2008
Das neue Programm von dodo hug
Die Sängerin, Komponistin, Schauspielerin und Komödiantin dodo hug gehört seit gut drei Jahrzehnten zu den interessantesten Erscheinungen der hiesigen Musikszene, und nie war sie besser als in ihrem neuen Quartett-Programm «Kreis». Ob sie sardische Lieder aus der Heimat ihres Partners Efisio Contini singt, ein Berner Chanson von Mani Matter, eine Ballade von King Crimson oder eine ihrer grandiosen Eigenkompositionen: Stets überzeugt sie durch Spielwitz, Stimmgewalt, stupende Zungenfertigkeit in einem halben Dutzend Sprachen und durch ihre überwältigende Herzlichkeit. Ein Abend zum Glücklichsein.
pap. / NZZ am Sonntag / 2. März 2008
Eine runde Sache – «Kreis»: dodo hugs neues Programm
«La culture est une aventure - Die Kultur ist ein Abenteuer», singt dodo hug im ersten Lied. Ein Abenteuer, auf das man sich im Fall ihres neuen Programms «Kreis», das am Dienstag in «Miller's Studio» seine Zürcher Premiere erlebt hat, nur allzu gerne einlässt. Inspiriert vom keltischen Kreissymbol auf einem Grabstein in Irland, hat dodo hug ein eigenwilliges Programm zusammengestellt - «durchaus auch mit Ecken und Kanten», wie die seit Jahren in Zürich lebende Berner Sängerin, Musikerin und Komödiantin gleich zu Beginn betont.
Ihre Kreise durch die verschiedensten Weltgegenden, Musikstile und Stimmungslagen zieht dodo hug nicht allein, sondern in Begleitung von Helen Davey (Piano, Akkordeon, Gesang), Efisio Contini (Gitarren, Gesang) und Augusto Salazar (Kontrabass, E-Bass, Perkussion). Die vier sind ein gut eingespieltes Team mit enormem Drive und unbändiger Spielfreude. Sie reissen das Publikum derart mit, dass sie am Schluss nicht weniger als drei Zugaben spielen «müssen».
Vieles im Leben dreht sich im Kreis - so auch der Alltag des Postboten, der Tag für Tag seine immergleichen Runden dreht. «Allen Pöstlerinnen und Pöstlern» widmet dodo hug denn auch ein in Zusammenarbeit mit Res Wepfer vom Pfannestil Chammer Sexdeet entstandenes Lied. «Vo Hus zu Hus, vo Igang zu Igang, vo Schwelle zu Schwelle, vo Läbe zu Läbe», heisst es im Refrain, und man spürt gut, wie mühsam dieser ewiggleiche Trott ist. Ganz und gar nicht mühsam ist hingegen das Leben des Jo-Jos in einem französisch-kreolischen Lied; mit seinem Charme wickelt es die Leute um den Finger. Weil sie nicht nur um sich selber kreisen will (was die Sänger allgemein gerne täten), besingt dodo hug mit einem Augenzwinkern nicht sich selbst, sondern den ausgestorbenen Vogel dodo, diesen «hyper dyper super lovely bird» - was letztlich natürlich auf dasselbe hinausläuft. Wie bereits in früheren Programmen hüpft die Sängerin und Wortakrobatin virtuos zwischen verschiedenen Sprachen hin und her, besonders eindrücklich im Lied «Centro del mundo», wo es einmal heisst: «Es mi destino to fly.» Zwischen den einzelnen Liedern kündet dodo hug nicht nur an, was folgen wird, sondern sie gibt immer wieder auch Tiefsinniges zum Besten, Sätze wie der, dass der Kopf rund sei, damit die Meinung ihre Richtung ändern könne.
Anne Suter / Neue Zürcher Zeitung / 29. Februar 2008
Feiner Humor gespickt mit Witz und Ironie
Murten / dodo hug präsentierte im KiB Murten Kultur im Beaulieu ihr neues Programm «Kreis». Mit ihr treten Helen Davey (Gesang, Piano), Efisio Contini (Gitarre, Gesang) und Augusto Salazar (Bass, Gesang) auf. dodo hug zeichnet mit ihrer Liebe zum Leben, zum Menschen und zum Detail eine wunderschöne und spannende Welt.
Mit Witz, Ironie und Sprachkomik entführt dodo hug in ihr neues Programm. Der «Kreis» öffnet sich im Verlaufe des Abends stetig und schliesst sich wieder. Zurück bleiben Gefühle von erlebter Freude, Glück,Abenteuer und kritischer jedoch absolut positiver Zuversicht hinsichtlich der Zukunft des Menschen. Das Programm beginnt mit einem Chanson, welches sich im Sinne
einer Öffnung mit der Kultur und dem Kulturbetrieb auseinandersetzt; spielerisch, unterhaltsam, selbstkritisch und mit einem feinen Augenzwinkern.
Virtuose Wort- und Musikakrobatik
dodo hug glänzt auch in ihrem neuen Programm mit einer fast unglaublichen, virtuosen Wortakrobatik. Im Detail ausgearbeitet ist die Musik. Entfaltet werden verschiedene Klanggebilde, die bis in die letzten Details technisch perfekt ausgeführt sind. In ihrem Chanson «Der Pöstler» fängt dodo hug die schweizerische Mentalität, trocken und treffend ein, im Sinne, wer über sich selbst lachen kann ist der glücklichste Mensch auf Erden.
Poetisch-musikalische Szenen
Das Ensemble führt mit Wort und Musik beispielsweise in den Chansons über die Reise des Akkordeons oder in demjenigen über die Tänzerin, die sich tanzend durch den Kugelhagel bewegt ohne dabei verletzt zu werden in auch skurrile poetisch-musikalische Szenen, die packen und mitreissen. «Die Geschichte der Düfte» kann als modernes musikalisches Märchen bezeichnet werden, wo es dodo hug und dem Ensemble gelingt,Worte und Musik, ähnlich ätherischer Öle, fein im Raum aufsteigen und zergehen zu lassen. Kritisch setzt sich die ausgezeichnete Wort- und Gesangsinterpretin in einem weiteren Chanson mit der Kauflust und dem Kauffrust im Warenhaus auseinander. Auch die «Google-Welt» nimmt dodo hug auf’s Korn. «Wir leben in einer Welt, die sich um sich selbst dreht», meinte sie. Das Programm «Kreis» hingegen führt nicht «im Kreis herum», sondern aus dem Kreis hinaus. tb
dodo hug Eine grosse Künstlerin auf kleiner Bühne
dodo hugs Musik nimmt das Publikum in Beschlag, bringt es zum lachen, zum nachdenken. Vergangenen Samstag stand das Allroundtalent in Deitingen auf der Bühne.
Eigentlich kann man dodo hugs Musik nicht mit Worten beschreiben. dodo muss man hören. dodo muss man fühlen. So wie es die Konzertbesucher vergangenen Samstagabend in der Zweienhalle in Deitingen getan haben. Der Kulturverein Deitingen feierte dort mit der Künstlerin sein 25-jähriges Jubiläum.
«Guete Abe, geits nech guet? Schön, dass dr da sit. Das fägt!», rief sie in den Saal hinein und das Publikum klatschte tosend Beifall. dodo und die Musiker Efisio Contini, Helen Davey und Augusto Salazar rissen die Menschen von der ersten Liedzeile an mit. Man kaufte sie ihnen einfach ab, diese Freude am Leben. Die Männer und Frauen in den Zuschauerreihen waren bewegt. Manche lächelten, andere lachten laut auf. Aus den hinteren Reihen hörte man sogar murmeln: «Diese Frau ist ein Multitalent.»
dodo das Allroundtalent
Im Sekundentakt sprang sie vom English ins Français, vom Español ins Züri- oder Berntüsch das ist Abwechslung, das ist gekonnte Unberechenbarkeit. Mal sang sie sitzend mal stehend, aber immer mit sicherer weiblicher Stimme, die innerhalb eines kurzen Augenblicks zwischen schnell und langsam sowie laut und leise variierte. Und immer wieder wechselte sie das Instrument.
dodo spielte an jenem Abend mit Worten. Worte, die sie zu neuen zusammenfügte oder die sie zum reimen brachte. Und mit «If you google me, I google you wenn du mich googelst, google ich dich» brachte sie Worte ohne Melodie, nur durch den Klang der Vokale, zum Klingen. Trotzdem waren dodo hugs Texte keine inhaltslosen Wortgeklingel. Mit Songs wie «a woman success, is a man stress wenn Frauen Erfolg haben, stresst das die Männer» brachte sie die Menschen zum Nachdenken.
«Mit dem Text hat sie recht», sagte eine Besucherin und ihre Tochter fügte hinzu: «Diese Frau ist gut, indem sie mit viel feinem Humor und Sprachwitz Gesellschaftskritik übt.»
Männer lässt Kritik kalt
Anders sahen das einige Männer im Publikum. «Man muss ja nicht alles für bare Münze nehmen», war da einerseits zu vernehmen. Ein anderer war der Meinung, dass zuviel reininterpretiert werde: «Ihre Texte sind Wortspiele und keine gesellschaftskritischen Statements.»
Madâme dodo selbst sagte dazu: «Ich habe Männer gerne, bin selbst verheiratet.» Sie sehe jedoch, dass Frauen noch immer weniger verdienen würden als Männer. Dagegen wolle sie auf ihre Art etwas unternehmen: «Mit Humor erreicht man die Menschen besser, als wenn man sie vor den Kopf stösst.» Sie sei dafür, dass die Menschen frei denken und handeln, eigene Ansichten vertreten. Doch brauche jede Freiheit auch einen Rahmen. «Dieser Rahmen ist eben die Moral, die ich in meinen Songs behandle.»
Rebecca Wyss / Deitingen / 23.2.2008
Feuerwerk an Sprache und Mimik
Als Begleitveranstaltung zur Ausstellung «Lesehimmel» des Klosters Einsiedeln, erzählte dodo hug am Samstag im Stiftstheater die Geschichte vom Entlein Gundula und faszinierte damit gross und klein.
Die Ausstellung «Lesehimmel» richtet sich an ein breites Publikum, vom Kleinkind bis zum Erwachsenen. Präsentierte werden Bücher der Kinder- und Jugendliteratur aus den Bibliotheken des Klosters. Darunter wahre Schätze wie Originaldokumente des Märchenschreibers Hans Christian Andersen oder dem «Winnetou-Autor» Karl May. Nach den Veranstaltungen im Juni war am Samstag die dritte Begleitveranstaltung zur Ausstellung zu sehen und zu hören.
Es war schon lange der Wunsch von Künstlerin dodo hug, einmal eine Kinder-Geschichte zu produzieren. Rosalin Zweifel schrieb daraufhin die Geschichte «s Äntli Gundula». Die bezaubernde Musik dazu wurde von Efisio Contini, Lebenspartner von dodo hug komponiert. Gespannt warteten rund 200 Zuschauer auf die Vorführung und wahrlich beglückt. Die Geschichte erzählt vom Entlein Gundula, das sich vom Mond am dunklen Nachthimmel verleiten liess, das wohlbehütete Nest zu verlassen, um in die weiter Welt zu ziehen. dodo hug verleihte all den Tieren ihre unverwechselbare Stimme, mal in verschiedenen Dialekten und Sprachen, mal in tiefer oder hoher Stimme und setzte dabei eine Mimik auf, die unweigerlich für heitere Stimmung sorgte. Unglaublich, wie sie es schaffte das Publikum zu fesseln, das selbst kleinste Kinder mucksmäuschenstill sassen und lauschten und vor allem aus dem Staunen nicht mehr herauskamen. In Pausengesprächen fragten sich Erwachsene, wie man es schaffen kann, alle paar Wörter oder Sätze, die Stimme derart zu verstellen, dass man all die Tiere wirklich vor sich zu sehen glaubte. Attribute wie Stimmvirtuosin oder Mimikkünstlerin werden dem Multitalent dodo hug absolut gerecht.
Schade, dass nicht noch mehr Leute in den Theatersaal gefunden haben, schuld war wohl das zu schöne Wetter. Verpasst haben sie ein Feuerwerk an Sprache, Gesang und Mimik, begleitet von herrlichen Klängen und vor allem eine Stunde unbeschwerte Unterhaltung vom Feinsten.
mak. / 11.9.2007
Fliegen lernen
Es ist fast so etwas wie eine kleine Odyssee, die das frisch geschlüpfte Entenmädchen Gundula durchmacht
in der Dialektgeschichte, die Rosalina Zweifel eigens für dodo hug geschrieben hat:
das vorwitzige Entlein hat das Fürchten noch nicht gelernt (und wird es wohl auch nie). Dafür hat es den
vorsichtigen Mausejungen Pizzi zum besten Freund. Die Beiden erleben in über zwei Stunden Erzählzeit
jede menge abenteuer und begegnen bunten Vögeln, gefrässigen Ratten und vor allem dem geheimniskrämerischen
Froschmädchen Quika. Für Ente und Frosch ist dodo hugs Stimme geradezu prädestiniert, doch auch das Mäuschen
oder die Flamingodame Jasmina mit ihrem französischen Akzent mimt die Stimmvirtuosin brillant. Jedes Tier hat sein
eigenes Lied. Frech, verträumt, verrückt, philosophisch. Die Musik hat dodo hug zusammen mit Efisio Contini geschrieben
und aufgenommen. Trotz spannender Abenteuer erzählt dodo hug Gundulas Geschichte mit einer wohltuenden
Seelenruhe, «entengemütlich» eben. Eine wundersame Ruhe breitet sich aus im Kinderzimmer: die zappeligen Beine
werden ruhig, die Fantasie breitet ihre Flügel aus. Auch die kleine Gundula kann am Ende plötzlich fliegen. (loe)
Rosalina Zweifel: s`Äntli Gundula. Verzellt vo de dodo hug. 2 CDs SR DRS 2003.
Tages-Anzeiger / Jugendbuch / Blitzlichter / 2. Februar 2004
Ratet einmal, mit wem ich dieser Tage Bekanntschaft gemacht habe. Ja, mit
Gundula natürlich. Noch läuft und fliegt die Ente frei herum, bezaubert die
Herzen. Hoffentlich wird sie nie «yghaaget». Ein Meisterwerk in Wort und Ton
und Darbietung, dem man Verbreitung wünscht! Ich stelle Gundula samt
Angebinde auf dasselbe Podest wie den Petit Prince. Und ich denke, wenn sie
schon bei mir als einem über Siebzigjährigen Furore macht, wie wird sie es
erst bei den Jüngsten tun. Was ist das, «furore»? Das ist ein Freudenwirbel,
der einen in sich hineinzieht und umarmt! Danke!
Paul Hostettler, Bern, 9.11.05
madâme dodo: Die Chamäleondame – Annäherungen an einen Paradiesvogel
Der Untertitel dieses Buches sagt schon (fast) alles über die schweizerische Sängerin und Komödiantin dodo hug. Sie ist eine Chamäleondame, eine Verwandlungskünstlerin – oder, wie sie von sich sagt: «vielsaitig, vielsittich», eine Frau, die viele Saiten anklingen lässt und in den schönsten und verschiedensten Sprachen und Tönen tiriliert.
Eine Annäherung an einen solchen Paradiesvogel gelingt am ehesten mit Bildern. Madâme dodo ist vollgepackt mit großen schwarzweißen und farbigen Fotos auf hochwertigem Papier. Wir sehen die junge Doris Hug 1969 mit ihrer Klampfe, optisch ein wenig an Sandy Denny erinnernd. Die beigelegte CD mit neun raren Archivaufnahmen bestätigt: Auch klanglich war die Schweizerin damals nicht so weit von der Engländerin entfernt. Speziell an diesen Aufnahmen ist, daß dodo hug zu einer Zeit, als erste Schweizer Rockbands sich noch mit sehr unbeholfenem Englisch vorwagten, schon damals Fremdsprachen wie selbstverständlich akzentfrei sang. Im Folgenden sehen wir die Künstlerin als Komödiantin, Schauspielerin, Sängerin, mit Berühmtheiten, stets lächelnd, präsent, zentral im Bild. Das Buch wird ergänzt durch eine vollständige Discografie, eine Auflistung ihrer Musik- und Varietéprogramme, Film- und Fernsehauftritte, Interviews und Reportagen. Ursprünglich war das Buch nur als Liederbuch gedacht. Zwanzig Lieder von dodo hug mit Noten, Texten und Gitarrengriffen bilden denn auch den Abschluss des Bildbands. Wer wissen will, warum dodo hug Federico Fellini verpasste, erfährt dies im abgedruckten Interview mit dem sinnigen Titel «Je ne suis pas unfehlbar». Ein sorgfältig gestaltetes Buch für alle, die dodo hug als eine der schillerndsten schweizerischen Künstlerinnen lieben.
Martin Steiner / FOLKER! / Ausgabe März–April 2008
Das Buch ist Musik
Die Sängerin und Liedersammlerin dodo hug hat schon eine Reihe von CDs herausgegeben. Ihr neustes Werk ist ein Buch, das ihre reichhaltige Karriere dokumentiert.
Die Stimme ist ihr ganz besonderer Trumpf, und sie hat daraus eine sehr lange, erfolgreiche Karriere gemacht: dodo hug alias MAD DODO alias Madâme dodo. Seit über dreissig Jahren ist sie mit ihrer Musik unterwegs, mit Liedern aus aller Welt und aus ihrer eigenen Feder und mit einer umwerfenden Bühnenpräsenz. Sie holte Auszeichnungen wie den deutschen Kleinkunstpreis oder den Salzburger Stier und ist mit Musik- und Lebenspartner Efisio Contini ein wichtiger Teil der Schweizer Musikszene.
Die vielseitige Sängerin hat jetzt nach drei LPs und einem knappen Dutzend CDs auch ein Buch herausgegeben. Darin wird in Wort und Bild ihr Werdegang dokumentiert ein reichhaltiges Paket mit Bildern, Texten, Noten, Informationen aller Art, das auch hinter die Bühnenkulissen leuchtet.
Da entdeckt man Fotos aus den verschiedenen Lebensphasen der Künstlerin, gemeinsam mit ebenfalls berühmten oder später berühmt gewordenen Partnern wie Max Lässer, Peter Brogle oder dem späteren Zürcher Schauspielhausdirektor Christoph Marthaler.
Und damit auch die Buchkäufer nicht ganz auf dodo hugs Stimme verzichten müssen, steckt ganz hinten in diesem Band eine Bonus-CD mit einigen raren Perlen, die selbst bei den eingefleischtesten dodo-Fans in der Diskothek noch fehlen dürften.
Madâme beim grossen Sprachentalent dodo hug muss dies Franglais, eine eigenwillige Mischung aus Französisch und Englisch, sein. Und dann kann dieser Titel nichts anderes als «verrückte Seele» heissen. Eine Seele, die verrückt nach Musik ist.
Martin Hauzenberger / Zeitlupe / Mai 2007
Migros-Magazin – A la carte Einsatz am Herd: Mit der «Saisonküche» bei dodo hug
Ob auf der Gitarre oder am Herd: Sängerin dodo hug tut alles mit Hingabe. Sie liebt die Vielfalt des Lebens und im Sommer eine kalte Vichyssoise.
Der dodo! Dabei ist es eine sie. Nun, dodo hug ist das eine und der dodo das andere. Er, ein stattlicher Vogel, ist bereits um 1690 ausgestorben. Nicht einmal ein vollständiges Skelett ist erhalten geblieben. Einziger Überrest dieser Spezies ist ein dodo-Ei, das im East London Museum ausgestellt wird...
Wenn Sie gerne den ganzen Artikel aus dem Migros-Magazin 31 vom 30. Juli 2007im Original lesen möchten,
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